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Bundesratstagung 1946

Von Paul Schmidt

Aus einem Vortrag, den Bundesdirektor Paul Schmidt auf der Bundesratstagung 1946 in Velbert hielt:

Das alles gab uns immer wieder von neuem die Bestätigung, daß Gott unseren Zusammenschluß vorbereitet habe, und daß wir den neuen Weg im Glauben ohne Nebenabsicht beschritten hatten. Die äusseren Umstände wurden stets nur gewertet als eine Veranlassung, diesen Zusammenschluß besser zu ermöglichen. Immer wieder waren wir darüber von Herzen froh, daß unsere ersten Gespräche über unseren Zusammenschluß fruchtbar und erfolgversprechend vor dem Verbot der Christlichen Versammlung geführt wurden.

Die Verschmelzung der beiden Bünde kann niemals als eine Forderung politischer Instanzen angesehen werden, sondern muß immer als eine Fügung Gottes zur Vermehrung des christlichen Zeugnisses in unserem Vaterland erkannt und gewertet werden.


1944: Die Frauenstunde fand im Haus Nedderstraße 7 der Familie Dr. Frisch statt;
vorher wohnte hier Familie August Engels. Seit 1990 ist es im Besitz der Gemeinde.
Sein Garten grenzt an das Grundstück des Gemeindehauses.

Klärchen Schmale, im Bild hintere Reihe, 2.von links, berichtet:
Das Haus Engels in der Nedderstraße habe ich seit meiner Jugend in guter Erinnerung. Im Jahre 1921 wurde ich dort getauft mit einigen anderen. Ich war damals 15 Jahre alt. Der "Prediger" August Spade taufte mich in der Badewanne. Anschließend saßen wir dort im Wohnzimmer. Mein Vater und einige Brüder aus dem Bruderrat waren auch anwesend.
Es war unwahrscheinlich feierlich und zugleich beklemmend. So habe ich es damals empfunden. Die Brüder, das waren Respektpersonen und man wagte nur etwas zu sagen, wenn man gefragt wurde. Den alten Bruder Engels habe ich sehr verehrt. Er war für mich so etwas wie ein Patriarch.
Zur Frauenstunde bin ich erst nach dem Zusammenschluß gegangen, zusammen mit meiner Mutter. Die Leitung hatte Schwester Maue (6.v.I.) und Schwester Schmitten, später Schwester Elisabeth Brockhaus.

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